Die in Großbritannien ansässige Musiklizenzierungsbehörde „Performing Right Society“ (PRS for Music) hat eine Klage gegen die Valve Corporation eingereicht, weil sie angeblich die Musik ihrer Mitglieder in Videospielen verwendet hat, die seit der Einführung im Jahr 2003 auf Steam ohne entsprechende Lizenz verfügbar waren.
Die Musiklizenzierungsbehörde hat behauptet, dass die Valve Corporation seit dem Start von Steam alle Lizenzierungsversuche ignoriert hat. Beliebte Videospiele wie Forza Horizon, EA FC, Grand Theft Auto und andere, an deren Entwicklung die Valve Corporation nicht beteiligt ist, nutzen die Musik von PRS-Mitgliedern intensiv für ein noch intensiveres Spielerlebnis, konnten jedoch keine „Zurverfügungs“-Rechte erhalten PRS für Musik unter dem britischen Urheberrecht, Design- und Patentgesetz 1988.
Die Klage verlangt von der Valve Corporation, eine rückwirkende oder künftige Lizenz zu beantragen oder sich einer gerichtlichen Entscheidung in dieser Angelegenheit zu stellen. Der Chief Commercial Officer von PRS for Music, Dan Gopal, betonte, dass Musik eine wichtige Rolle beim Spielen spiele, für ihre Nutzung aber dennoch eine Bezahlung erforderlich sei, und entschied sich für eine einvernehmliche Lösung, gab ihr aber trotzdem Vorrang.
Valve steht derzeit vor zunehmenden rechtlichen Herausforderungen, insbesondere im Zusammenhang mit seiner Dominanz auf der Steam-Plattform. Zu den jüngsten Fällen gehören eine Kartellrechtsklage im Vereinigten Königreich in Höhe von 656 Millionen Pfund, die im Januar 2026 grünes Licht erhielt, und die Klage der New York AG, in der behauptet wurde, dass Lootboxen in Spielen wie CS2, Dota 2 und Team Fortress 2 das Spielen von Minderjährigen förderten.

