Laut einem aktuellen Bericht von InvenGlobalIm Rahmen eines unternehmensweiten Personalabbaus haben im Januar 2026 insgesamt 271 Mitarbeiter die KRAFTON-Gruppe verlassen. Die Abgänge waren vor allem auf ein freiwilliges Rücktrittsprogramm zurückzuführen, das KRAFTON im November 2025 parallel zu seiner neuen Initiative „AI First“ angekündigt hatte. Berichten zufolge fiel die endgültige Zahl niedriger aus, als die Unternehmensleitung ursprünglich erwartet hatte.
Die Zahl 271 umfasst den Hauptsitz von KRAFTON und alle inländischen Tochtergesellschaften in Südkorea. Bae Dong-geun, CFO von KRAFTON, bestätigte während einer Telefonkonferenz, dass der Rücktrittsprozess bis zum 31. Januar 2026 abgeschlossen sei. Er wies außerdem darauf hin, dass sich die damit verbundenen Kosten in Höhe von etwa 40 Milliarden KRW (ca. 27 Millionen US-Dollar) in den Finanzergebnissen des Unternehmens für das erste Quartal widerspiegeln würden.
RisingWings verzeichnet mit 40 % die höchste Fluktuationsrate
Unter allen KRAFTON-Tochtergesellschaften erlitt RisingWings im Verhältnis zu seiner Größe die größten Verluste. Das Studio, das für die Entwicklung von Defense Derby und Archer King bekannt ist, verließ 41 Mitarbeiter. Da nur noch 102 Mitarbeiter übrig sind, bedeutet dies eine Fluktuationsrate von 40,2 %, die höchste in der gesamten Gruppe.
Bluehole Studio verliert 51 Mitarbeiter
Bluehole Studio, das Team, das zuvor an Dark and Darker Mobile gearbeitet hat und derzeit TERA 2 vorbereitet, verzeichnete 51 Abgänge. Das Studio verfügt nun über eine verbleibende Mitarbeiterzahl von 200, was einer Fluktuationsrate von 25,5 % entspricht. Damit ist Bluehole die Tochtergesellschaft mit der zweithöchsten Abgangsquote.
KRAFTON HQ und PUBG Studio verzeichnen die größten absoluten Abweichungen
Auf reiner Zahlenbasis gab es in der KRAFTON-Zentrale die meisten Rücktritte. Insgesamt verließen 158 Mitarbeiter das Hauptquartier, zu dem auch das interne PUBG Studio gehört. Angesichts der deutlich größeren Teamgröße beträgt die verbleibende Mitarbeiterzahl jedoch immer noch 2.072. Damit liegt die Abgangsquote bei 7,6 % und liegt damit deutlich unter den Werten von RisingWings und Bluehole.
inZOI Studio, Dreamotion und kleinere Teams
Das inZOI Studio, das derzeit das Lebenssimulationsspiel inZOI entwickelt, verlor 13 Mitarbeiter. Bei 140 verbleibenden Mitarbeitern liegt die Fluktuationsrate bei 9,3 %.
Bei Dreamotion, dem Entwickler von Road to Valor und My Little Puppy, verließen drei Mitarbeiter aus einem insgesamt 31-köpfigen Team, was zu einer Abgangsquote von 9,7 % führte. Unterdessen verzeichnete 5minlab, das Studio hinter dem Actiontitel Smash Legends, ebenfalls drei Abgänge seines 109-köpfigen Teams, eine deutlich geringere Quote von 2,8 %.
Neptune Company, die über ihre Tochtergesellschaften Geschäfte mit Gelegenheitsspielen und Werbeplattformen betreibt, meldete nur zwei Abgänge von 121 Mitarbeitern, was einer Fluktuationsrate von 1,7 % entspricht.
ReLU Games meldet null Abgänge
ReLU Games stach als einzige KRAFTON-Tochtergesellschaft hervor, bei der es überhaupt keine Abgänge gab. Das KI-fokussierte Spieleentwicklungsstudio behielt seine gesamte Belegschaft von 38 Mitarbeitern. Dies ist bemerkenswert, da die umfassendere Umstrukturierung von KRAFTON auf einer „AI First“-Strategie basiert, was darauf hindeutet, dass das Unternehmen diese Einheit als zentral für seine zukünftige Ausrichtung ansieht.
Programm zum freiwilligen Austritt: Bis zu 36 Monatsgehälter
KRAFTON kündigte das freiwillige Rücktrittsprogramm erstmals im November 2025 an. Das Programm war Teil einer größeren Umstrukturierungsmaßnahme, die auch interne Versetzungen und Stellenneuzuweisungen umfasste, um wichtige Talente zu halten. Mitarbeitern, die sich für einen Austritt entschieden, wurden Unterstützungszahlungen im Wert von bis zu 36 Monatsgehältern angeboten.
Im Gegensatz zu herkömmlichen Programmen zur freiwilligen Pensionierung gab es bei diesem keine Einschränkungen aufgrund von Rang, Amtszeit oder Dienstjahren. Jeder Mitarbeiter der KRAFTON-Gruppe konnte sich bewerben.

