Die europäische E-Sport-Organisation G2 Esports brachte Regierungsbeamte und Branchenführer in ihrem Berliner Hauptsitz zusammen, um die Zukunft der E-Sport-Infrastruktur in Deutschland zu untersuchen. Das Abendpanel brachte Schlüsselfiguren aus dem öffentlichen und privaten Sektor zusammen, um sich mit kritischen Fragen darüber zu befassen, wie Deutschland seine Position in der globalen E-Sport-Landschaft stärken kann.
Wichtige Teilnehmer des Berliner Esports-Panels
An der Podiumsdiskussion nahmen Alban Dechelotte, CEO von G2 Esports, und Franziska Giffey teil, die als Berliner Senatorin für Wirtschaft, Energie und Betriebe fungiert. An der Diskussion nahmen auch der ehemalige FIFA-Weltmeister Mohammed „MoAuba“ Harkous und Julions Althof teil, der die Position des Geschäftsführers der Esports Player Foundation innehat.
Sabrina Ratih, Chief Operating Officer von G2 Esports, moderierte die Podiumsdiskussion und leitete die Gespräche zwischen den versammelten Experten.
Konzentrieren Sie sich auf nachhaltiges Wachstum und Spielerunterstützung
Im Mittelpunkt des Panels stand die Frage, wie das bestehende E-Sport-Ökosystem in Deutschland verbessert werden kann, um ein nachhaltiges, langfristiges Wachstum zu fördern. Die Teilnehmer untersuchten die Strukturen, die zur Unterstützung von Spielern auf allen Wettbewerbsebenen erforderlich sind, von der Teilnahme am Breitenfußball bis hin zu Profikarrieren.
Ein Schwerpunktthema war die Frage, wie sich Deutschland als internationale Drehscheibe für Organisationen und Turnierveranstalter positionieren kann, die Veranstaltungen ausrichten möchten. In der Diskussion ging es darum, welche Infrastruktur und Unterstützungssysteme Deutschland zu einem attraktiven Standort für große E-Sport-Wettbewerbe machen würden.
Deutschlands Non-Profit-E-Sports-Klassifizierung
Die Podiumsteilnehmer diskutierten über den jüngsten Schritt Deutschlands eSports als gemeinnützige Tätigkeit einstufen und untersuchte, welche weitreichenden Auswirkungen diese Änderung auf die im Land tätigen Organisationen haben wird. Im September 2025 verabschiedete die Bundesregierung einen Vorschlag, der E-Sport als gemeinnützige Tätigkeit anerkennt. Ziel dieser Entscheidung ist es, die Fairplay-Prinzipien zu stärken und einen gesunden Umgang mit digitalen Medien zu fördern.
Das Gespräch thematisierte auch den Wandel hin zu Non-Profit-Modellen im E-Sport und ging der Frage nach, wie die Branche Diversität und Inklusion gezielt in Berlin fördern kann.
Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrie
Das Panel befasste sich mit der Frage, wie Deutschland durch eine effektive Zusammenarbeit zwischen Regierung und Industrieakteuren gegenüber globalen E-Sport-Hubs wettbewerbsfähig bleiben kann. Franziska Giffey hob die Initiative „House of Games“ hervor, die sie als zentralen Knotenpunkt der Games-Branche in Berlin unterstützt.
Laut Giffey ist die Gaming-Branche zu einem zentralen Treiber für Innovation, Digitalisierung und Wirtschaftswachstum geworden. Berlin hat über 6 Millionen Euro staatlicher Förderung für die Branche bereitgestellt, mit dem Ziel, Studios, Spielefirmen, Start-ups und Entwickler anzuziehen und so die Position der Stadt als führender europäischer Innovationsstandort zu stärken.
Deutschlands Erfolgsbilanz bei der Ausrichtung großer Turniere
Deutschland hat sich in den letzten Jahren als Ziel für hochkarätige E-Sport-Turniere etabliert. Das Land war Austragungsort großer Veranstaltungen, darunter „The International“ von Dota 2 und „Rainbow Six Siege Fall Major“.
In diesem Jahr ist die Stadt Köln Gastgeber 24. Counter-Strike Major, betrieben von der ESL FACEIT Group. Das Turnier ist das fünfte Mal, dass die wichtigste Veranstaltung für Valves Ego-Shooter-Titel in Deutschland stattfindet und festigt damit den Ruf des Landes als beliebtes Reiseziel für Turnierveranstalter.
Vorteile des Dialogs zwischen Regierung und Industrie
Die Ausrichtung von Panels, die Branchenakteure und Regierungsvertreter zusammenbringen, ermöglicht produktive Diskussionen, die die Zukunft des E-Sports in Deutschland gestalten können. Diese Gespräche ermöglichen es beiden Sektoren, die Perspektiven des anderen zu verstehen und gemeinsam an Richtlinien und Infrastruktur zu arbeiten, die die Entwicklung des E-Sports unterstützen.
Das G2-Esports-Panel ist ein Beispiel dafür, wie E-Sport-Organisationen und Regierungsvertreter in einen Dialog über das regulatorische Umfeld, Finanzierungsmöglichkeiten und die strategische Positionierung treten können, die die Rolle Deutschlands in der internationalen E-Sport-Szene bestimmen werden. Organisationen wie G2 waren in mehreren Titeln von zentraler Bedeutung für den europäischen E-Sport, was ihren Beitrag besonders wertvoll für politische Entscheidungsträger macht, die das Wachstum der Branche unterstützen möchten.

