Valve hat bestätigt, dass das Steam Deck in den USA aufgrund anhaltender Speicherknappheit nicht mehr vorrätig ist. Alle drei im Steam-Store gelisteten Modelle sind derzeit ausgegraut und nicht zum Kauf verfügbar, sodass Käufer sich keinen der beliebtesten Gaming-Handhelds auf dem Markt sichern können.
Ein Hinweis wird jetzt auf der angezeigt Steam-Store-Seite lautet: „Steam Deck OLED kann in einigen Regionen aufgrund von Arbeitsspeicher- und Speichermangel zeitweise nicht vorrätig sein. Steam Deck LCD 256 GB wird nicht mehr produziert und ist nach dem Ausverkauf nicht mehr verfügbar.“
Alle Steam-Deck-Modelle sind derzeit in den USA nicht verfügbar
Das Steam Deck OLED ist in zwei Konfigurationen erhältlich: als 512-GB-Modell und als 1-TB-Modell. Beide sind derzeit im US-Shop von Valve als nicht vorrätig aufgeführt. Das ältere 256-GB-Steam-Deck-LCD wurde bereits Ende 2025 eingestellt, daher ist sein Verschwinden aus den Regalen keine Überraschung. Allerdings ist es eine eher ungewöhnliche Entwicklung, dass beide OLED-Versionen gleichzeitig in einem großen Markt nicht mehr erhältlich sind.
Auch generalüberholte Steam Deck-Einheiten sind auf der US-amerikanischen Website nicht mehr verfügbar. Die Lagerbestände in den USA blieben in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 und bis Anfang Januar 2026 stabil, bevor sie im Februar einen starken und plötzlichen Rückgang erlebten.
Auch in Japan wurde berichtet, dass das Steam Deck ausverkauft sei, obwohl die japanische Store-Seite auf eine mögliche Wiederauffüllung Ende Februar hingewiesen hat.
Die KI-Nachfrage nach Speicherchips ist das Kernproblem
Die Ursache für die Knappheit geht auf die rasante Expansion von Rechenzentren für künstliche Intelligenz zurück, die einen unverhältnismäßig großen Anteil der weltweiten Speicherchipproduktion verschlingen. Berichten zufolge sollen Rechenzentren im Jahr 2026 rund 70 Prozent aller produzierten Speicherchips verbrauchen.
Das Steam Deck OLED nutzt 16 GB LPDDR5-RAM, einen Speichertyp, der dramatische Preissteigerungen erlebt hat, da die KI-gesteuerte Nachfrage die Kosten weiter in die Höhe treibt. Auch die SSD-Preise sind gestiegen, was das Problem für Hersteller wie Valve verschärft, die bei der Herstellung ihrer Geräte auf beide Komponenten angewiesen sind.
Die RAM-Preise steigen seit dem letzten Quartal 2025 und Analysten haben gewarnt, dass sich die Situation kurzfristig wahrscheinlich nicht verbessern wird. Die umfassenderen Auswirkungen der KI-gesteuerten RAM-Kosten auf Gaming- und E-Sport-Hardware wurden weithin als einer der verheerendsten Kostendrucke im Jahr 2026 dokumentiert.
Auch die kommende Hardware von Valve ist betroffen
Der RAM-Mangel betrifft nicht nur das Steam Deck. Valve bereitete sich darauf vor, im ersten Quartal 2026 die Steam Machine auf den Markt zu bringen, einen Mini-PC für PC-Spiele im Konsolenstil. Das Unternehmen war seitdem gezwungen, die Veröffentlichung zu verschieben und musste auch die Bekanntgabe der Preise sowohl für die Steam Machine als auch für das Steam Frame VR-Headset verschieben. Unter den betroffenen kommenden Produkten wurde auch ein neuer Controller aufgeführt.
Valve gab zuvor an, dass das Veröffentlichungsdatum und die Preise der Steam Machine direkt von den schnell steigenden Speicher- und Speicherkosten beeinflusst werden.
Die breitere Gaming-Branche spürt den Druck
Das Steam Deck ist bei weitem nicht die einzige Gaming-Hardware, die von dieser Situation betroffen ist. Der PC-Hardware-Hersteller Framework gab im Januar 2026 bekannt, dass er den Preis dafür erhöhen werde Framework Desktop um bis zu 460 $und verwies direkt auf die steigenden RAM-Kosten.
Auch Apple hat den Speichermangel eingeräumt und bestätigt, dass er sich auf die Versorgung auswirkt. Mac Studio-Geräte mit 512 GB Unified Memory sind Berichten zufolge bis zu sechs Wochen nachbestellt. Sogar Sony hat sich dazu geäußert und erklärt, dass man beabsichtige, die Auswirkungen der anhaltenden RAM-Knappheit auf die PS5 zu minimieren, eine Preiserhöhung jedoch nicht gänzlich ausschließen konnte.
Berichten zufolge erwägt Nintendo auch Preiserhöhungen für die Switch 2, während Berichten zufolge die PS6 möglicherweise erst 2029 auf den Markt kommt, teilweise aufgrund von Komponentenproblemen. Berichten zufolge hat Nvidia unterdessen die Produktion einer neuen Gaming-GPU eingestellt, um den Fokus wieder auf KI-Rechenzentren zu richten.
Scalper-Bedenken tauchen auf
Während der Mangel an Steam-Decks anhält, tauchen in der Gaming-Community Bedenken hinsichtlich Preistreiberei auf. Kurz nachdem die Einheiten aus Valves offiziellem Store verschwanden, erschien auf Newegg ein Steam-Deck, das 100 US-Dollar über dem Standardverkaufspreis gelistet war, das jedoch schnell ausverkauft war. Gamer ziehen Vergleiche mit der GPU-Knappheit während der Pandemiejahre, als die Preise für Grafikkarten auf dem Sekundärmarkt deutlich über ihre ursprünglichen Preise stiegen.
Wird das Steam Deck zum gleichen Preis zurückkommen?
Derzeit gibt es keinen bestätigten Wiederauffüllungstermin für das Steam Deck OLED in den USA. Valve hat nicht angegeben, ob das Handheld zum ursprünglichen Preis zurückkehren wird oder ob eine Preiserhöhung in Betracht gezogen wird. Es wird erwartet, dass die RAM-Preise weiter steigen, was die Fähigkeit von Valve, die aktuellen Einzelhandelskosten aufrechtzuerhalten, weiter unter Druck setzt.
Das Steam Deck OLED bleibt in einigen anderen Regionen verfügbar, darunter Großbritannien und Australien. Da das LCD-Modell jedoch nun endgültig eingestellt wurde, sind die OLED-Versionen die einzigen neuen Steam Deck-Optionen, die weltweit noch verfügbar sind, sodass Nachbestände für jeden, der eines kaufen möchte, von entscheidender Bedeutung sind. Spieler, die auf die Situation warten, sollten möglicherweise auch die Entwicklungen von Steam Deck 2 im Auge behalten, da Valves Handheld-Pläne der nächsten Generation weiter davon beeinflusst werden könnten, wie der aktuelle Speichermangel behoben wird.

