In einem bedeutenden Schritt für die indische Gaming-Community hat Rajya Sabha, Parlamentsabgeordneter Kartikeya Sharma, die Zentralregierung aufgefordert, E-Sport offiziell als Sport anzuerkennen. In seiner Rede während der Nullstunde der Parlamentssitzung am Dienstag betonte Sharma das enorme wirtschaftliche Potenzial des Sektors und forderte gleichzeitig strengere Vorschriften zur Gewährleistung der Kindersicherheit.
Der Abgeordnete plädierte für einen ausgewogenen Ansatz, der den professionellen Aspekt des Wettkampfspiels fördert und gleichzeitig jüngere Spieler vor den Risiken schützt, die mit unregulierten Online-Umgebungen verbunden sind.
Wirtschaftswachstum und Beschäftigungspotenzial
Sharma präsentierte überzeugende Daten, um die Bedeutung der Glücksspielbranche für die indische Wirtschaft zu unterstreichen. Er stellte fest, dass die Nation Kreativwirtschaft wird derzeit auf etwa 30 Milliarden US-Dollar geschätzt und beschäftigt fast 8 Prozent der arbeitenden Bevölkerung. Er beschrieb diesen Sektor als eine entscheidende Säule in der Vision der Regierung, eine digitale Wirtschaft im Wert von 1 Billion US-Dollar zu schaffen.
Den vom Abgeordneten mitgeteilten Zahlen zufolge verfügt Indien mit über 500 Millionen Amateurspielern und vielen Profispielern über das größte Gaming-Publikum der Welt. Der inländische Glücksspielmarkt wird derzeit auf 3,7 Milliarden US-Dollar geschätzt und soll bis 2030 auf 10 Milliarden US-Dollar anwachsen. Darüber hinaus wies Sharma darauf hin, dass der AVGC-Sektor bis zum Ende des Jahrzehnts fast 2 Millionen qualifizierte Fachkräfte benötigen wird.
Der Fall für sportliche Anerkennung
Die Forderung nach einem offiziellen Sportstatus zielt darauf ab, die schnell wachsende Branche zu strukturieren. Sharma argumentierte, dass eine formelle Anerkennung für die Einrichtung professioneller Ligen und regulierter Trainingssysteme unerlässlich sei.
Die Gewährung des Sportstatus würde der indischen Jugend legitime Karrieremöglichkeiten eröffnen und es ihnen ermöglichen, Gaming als lebensfähigen Beruf und nicht nur als Hobby auszuüben. Er betonte, dass dieser Schritt auch Indiens Stellung in der globalen digitalen Wirtschaft stärken und das Land als ernsthaften Konkurrenten in der internationalen E-Sport-Landschaft positionieren würde.
Bewältigung der Krise des unregulierten Glücksspiels
Das Mitglied von Rajya Sabha drängte zwar auf professionelle Anerkennung, warnte aber auch eindringlich vor der „Krise des unregulierten Amateur-Online-Glücksspiels“. Er äußerte seine tiefe Besorgnis über die Auswirkungen auf Kinder und Jugendliche.
Sharma brachte unregulierte Spielumgebungen direkt mit der Zunahme von Spielsucht, Angstzuständen und Depressionen bei jungen Nutzern in Verbindung. Er erklärte, dass der technologische Fortschritt nicht auf Kosten der Kindersicherheit gehen dürfe. Zum Abschluss seiner Ansprache betonte er, dass der Schutz von Kindern im digitalen Raum nicht nur eine politische Notwendigkeit, sondern eine moralische Verantwortung der Nation sei.

