Die E-Sport-Wettlandschaft in New York steht vor einem möglichen Umbruch, da ein neuer Gesetzesentwurf das Herzstück des modernen Wettens ins Visier nimmt. Rechnung A9343Das von der Parlamentsabgeordneten Linda Rosenthal eingeführte Gesetz zielt darauf ab, ein vollständiges Verbot von „In-Play“-Sportwetten einzuführen. Im Falle einer Verabschiedung würde dies allen Casinos und Anbietern mobiler Sportwetten die Annahme von Wetten verbieten, sobald ein Spiel begonnen hat.
Dieser Vorschlag kommt zu einer Zeit, in der Live-Wetten einen großen Teil des Marktes ausmachen. In den Vereinigten Staaten machen In-Play-Wetten in der Regel fast 50 % des gesamten Wettvolumens aus. Für Esporttitel wie Liga der Legenden Und GegenschlagDa sich die dynamischen Quoten mit jeder Runde und jedem Tor ändern, sind Live-Wetten oft die wichtigste Möglichkeit für die Fans, am Geschehen teilzunehmen.
Das Argument für das Verbot
Die Hauptbegründung des Abgeordneten Rosenthal für den Gesetzentwurf konzentriert sich auf Verbraucherschutz und öffentliche Gesundheit. Die Gesetzgebung argumentiert, dass die sofortige Befriedigung und die Schnelllebigkeit von In-Play-Wetten problematisches Spielverhalten fördern.
In ihrer Gesetzesbegründung schrieb Rosenthal, dass der Staat eine „Verpflichtung zum Schutz der Verbraucher“ habe und dass der Gesetzentwurf notwendig sei, um „Trends im Bereich der öffentlichen Gesundheit“ anzugehen. Das Ziel besteht darin, den Wettprozess zu verlangsamen und das impulsive Element zu beseitigen, das Live-Wetten ausmacht.
Wirtschaftliche Auswirkungen auf New York
Die finanziellen Auswirkungen eines solchen Verbots wären verheerend. Die New Yorker sind derzeit die aktivsten Wettenden des Landes. Allein im Geschäftsjahr 2024 setzten die Einwohner fast 24 Milliarden US-Dollar im Sport. Diese Zahl wird im Geschäftsjahr 2025 voraussichtlich 25 Milliarden US-Dollar übersteigen.
Da Live-Wetten schätzungsweise über 10 Milliarden US-Dollar dieses jährlichen Volumens ausmachen, wird dem Staat ein erheblicher Teil der Steuereinnahmen entgehen. New York erhebt derzeit einen Steuersatz von 51 % auf Sportwetten, der dem Staat im vergangenen Jahr über 1 Milliarde US-Dollar einbrachte. Das Entfernen von In-Play-Optionen würde diese Zahlen wahrscheinlich dezimieren.
Prognosemärkte stehen ebenfalls unter Beschuss
Der Gesetzentwurf A9343 ist nicht der einzige Gesetzesentwurf, der auf die Branche abzielt. Noch ein Vorschlag, Gesetzentwurf A9251 der Versammlung (auch bekannt als ORACLE Act) zielt darauf ab, „spekulative Positionen“ auf Prognosemarktplattformen zu verbieten.
Dieser vom Abgeordneten Clyde Vanel eingebrachte Gesetzentwurf zielt darauf ab, Wetten auf Folgendes zu verbieten:
- Sportveranstaltungsmärkte
- Politische Märkte
- Katastrophale Veranstaltungsmärkte
Während der ORACLE Act speziell auf Prognosemärkte abzielt, führt die Einbeziehung von „Märkten für Sportveranstaltungen“ zu Unklarheiten darüber, ob E-Sport-Wettbewerbe unter diesen Dach fallen würden.
Was das für Esport-Fans bedeutet
Für E-Sport-Enthusiasten würde die Verabschiedung von Bill A9343 die Möglichkeit, auf Live-Spielergebnisse, Kartensieger oder bestimmte In-Game-Ereignisse wie „First Blood“ oder „Baron Nashor Kills“ zu wetten, sobald das Spiel beginnt, praktisch beenden.
Der Gesetzentwurf wurde zur Diskussion an den Renn- und Wettausschuss der Versammlung weitergeleitet. Angesichts der enormen Steuereinnahmen, die das derzeitige System generiert, wird der Gesetzentwurf voraussichtlich auf erheblichen Widerstand von Branchenvertretern und Sportwettenanbietern stoßen. Der Drang nach einem strengeren Verbraucherschutz bleibt jedoch ein starker politischer Motivator.

